Wohnen im Erholungsgebiet
Die Auszeichnung Erholungsort wurde Illingen im November 2003 als erster Gemeinde im Landkreis Neunkirchen verliehen. Damit wurden die Aktivitäten Illingens um attraktive Freizeit-, Kultur- und Sportmöglichkeiten, Gastronomie- bzw. Übernachtungsangebote sowie gutes Klima belohnt.
Wohnen im Erholungsort bedeutet: Lebensqualität, schöne Wohngebiete, "grün statt grau", Rosendorf, gutes Dienstleistungsangebot, prima Klima an der Ill, Ästhetik und Kultur, vitales Gemeindeleben, Markttreiben, viele Kontaktmöglichkeiten, Feste und Veranstaltungen.
Wie im Saarland üblich, kann man hier gut essen und trinken. Wer genießen will, kann dies guten Gewissens nahe des Zwiebelturms der Barockkirche St. Stephan.
Durch den Burgpark schlendern, zum Hosterwald wandern, mit Nordic-Walking-Stöcken rund ums Freibad Sonnenborn marschieren, mit Kindern Ziegen in der Kiesgrube am roten Felsen beobachten, im Eiscafé mitten in der City Dolce Vita genießen - was will man mehr?
Lebensqualität und Naturschutz werden in Illingen und Umgebung groß geschrieben. Gern, aber selten gesehene Zeitgenossen sind unsere Biber. Seit 1994 gibt es in der Ill wieder Exemplare dieser seltenen Tierart angesiedelt von den Illrenaturierern. Auch Eisvögel, Edelkrebse und Kammmolche sind hier wieder heimisch - Dank der guten Wasser- und Luftqualität und des ausgewogenes Klimas, die auch der Deutsche Wetterdienst bescheinigt. Natürlich sind wir stolz darauf.
Überhaupt: Klimafragen spielen eine wichtige Rolle. Es ist die Verbindung von Natur und Kultur bis in den Ortskern hinein, die Illingen prägt. Im Tal der Ill finden viele Menschen Erholung, Entspannung, Lebensfreude. Man trifft sich an der Burg Kerpen bei Burgkonzerten, in der Illipse bei Kultur-Events, auf dem großen Festplatz beim Burg- und Weiherfest. Für die Kinder gibt es einen schönen, neu gestalteten Piraten-Spielplatz ganz in der Nähe des Wassers.
Ein Wort noch zur Illrenaturierung: Es ist ein gesamtstaatlich repräsentatives Öko-Projekt. Das Tal der Ill wurde in einem europaweiten Projekt renaturiert. Malerisch schlängelt sich das Flüsschen auf einer Gesamtlänge von 29,8 Kilometern durchs Tal im Herzen des Saarlandes. Wer gern sportlich aktiv ist, findet auf mehr als 100 Kilometern Wander- und Radwege über Berg und Tal mit herrlichen Aussichten. Nach getaner (Freizeit-) Arbeit lädt eine umfangreiche Gastronomie zum Verweilen und auch Übernachten ein.
Für Historiker und Geografen interessant: Illingen liegt im alten Siedlungsgebiet in einer ursprünglich offenen, fast waldarmen Ackerlandschaft und erstreckt sich über Höhen von 260-360 Metern. Im Tal fließt die Ill, in deren ursprünglich sumpfigem Grund die Wasserburg im frühen Mittelalter angelegt worden ist. Sie bot Schutz und war Herrschaftsort. Bis heute ist die Burg, obwohl inzwischen nur noch rudimentär vorhanden, eines der Wahrzeichen neben der Barockkirche mit ihrem Zwiebelturm. Entstanden sind Kirche, Burg und Dorf weit vor dem Barock.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Illingen 893. Da ist von "Letoltingos" in einer Urkunde des Bischofs Rodbert von Metz die Rede. Damals wurde Illingen nach der Gauverfassung der Karolinger verwaltet und gehörte zum Bliesgau unter Gaugraf Odoaker. Illingen besaß da schon eine Kirche, so dass der Ort wesentlich älter sein muss. Das "ingen" im Ortsnamen deutet darauf hin, daß der Ort in der Zeit der fränkischen Landnahme im 5. oder 6. Jahrhundert nach Christus entstanden ist. Ein römisches Relief am Turm der heutigen Pfarrkirche weist in noch ältere Zeiten zurück.
Kein Wunder, dass die Illinger stolz sind auf ihre Geschichte. Vermutlich rührt daher auch ihr Selbstbewusstsein. Und einen König haben die Illinger schließlich auch - als Bürgermeister.

Illingen - der moderne Erholungsort
Die Mischung aus Natur und Architektur, Kultur und Konsum, Sport und Müßiggang in der Spannung zwischen Modernität und Nostalgie schaffte die Voraussetzung, dass Illingen zum Erholungsort werden konnte.


