Barrierefreie Gemeinde
In der Gemeinde Illingen hat man sich zum Ziel gesetzt in den nächsten Jahren zu einer barrierefreien Gemeinde im umfassenden Sinn zu werden. Die Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen sowie in der Infrastruktur stellt eine Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen dar. Die Erstellung einer Bestandsaufnahme in allen öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen erbrachte einen vorläufigen Überblick in der Frage, wie barrierefrei Illingen wirklich ist. Es konnte festgestellt werden, dass in Illingen viele positive Ansätze vorhanden sind z.B. Illipse, neuer Bahnhof/Busbahnhof, Rathaus und Bürgerbüro, zum Teil Schulen und Kindergärten, dass es an vielen Stellen aber noch Verbesserungspotential gibt. Deshalb ist ein Planungskonzept mit Prioritätenfestlegung für die nächsten 5 Jahre erarbeitet worden, welches ständig aktualisiert wird.
Im Jahre 2004 wurden in Illingen 17 Einzelmaßnahmen realisiert wie Absenkung von Bordsteinen, Ausstattung von Ampeln mit akustischem Signal für Sehbehinderte und Blinde, Schaffung von Rampen, Beginn des behindertengerechten Umbaus des Freibades Sonnenborn etc..
Diese Maßnahmen konnten zum Teil relativ kostengünstig umgesetzt werden durch hohe Eigenleistung unseres Baubetriebshofes. Im Jahre 2005 wurden an barrierefreien Baumaßnahmen insgesamt 14 Maßnahmen wie z.B. Schaffung von Rampen, behindertengerechte Umkleidekabine und Behindertenplattformlift fürs Freibad, Umbau eines Klassensaales für ein hörbehindertes Kind, behindertengerechte Umgestaltung der Illtalhalle etc. verwirklicht. Im Jahre 2006 wurden insgesamt 11 Maßnahmen realisiert.
In 2007 konnten 14 barrierefreie Baumaßnahmen verwirklicht werden. Es wurden zahlreiche kleinere Maßnahmen wie Bordsteinabsenkungen, Einrichtung von Parkplätzen für Schwerbehinderte aber auch größere Maßnahmen wie "behindertenfreundliche" Verbesserung an Friedhöfen, Schaffung von behindertengerechten Toilettenanlagen (z.B. freiwillige Ganztagsschule Uchtelfangen, VHS), Anlage eines barrierefreien Weges um die Burg, Anschaffung eines Innenliftes beim Integrationsbetrieb etc. realisiert. Zudem gelang es uns im Jahr 2007 ein Großprojekt "die barrierefreie Sanierung des Hallenbades Illingen" umzusetzen.
Auch für 2008 haben wir uns viel vorgenommen. Angefangen von kleineren Maßnahmen wie Schaffung von weiteren Schwerbehindertenparkplätzen, Bordsteinabsenkungen, barrierefreier Erneuerung von Asphaltwegen auf Freidhöfen über größere Maßnahmen wie Bau eines Aufzuges für die Grundschule Hüttigweiler und Schaffung einer Behindertentoilette. Außerdem sind weitere barrierefreie Baumaßnahmen im Freibad geplant wie rutschsichere Bodenbeläge, ebenerdige Zuwegung vom Becken zu den Toiletten und Einrichtung einer Behindertentoilette.
Es genügt aber nicht, dass die Kommune für Barrierefreiheit in ihrem Bereich sorgt, es muss auch das Bewusstsein von anderen Dienstleistern z.B. Geschäften, Versicherungen, den Kirchen etc. geschärft werden, um auch dort Barrierefreiheit und damit gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Handicaps am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
