Sehenswürdigkeiten in Illingen

Illipse - Das Kulturforum in Illingen
Mitten im Herzen Illingens steht - zentral und doch naturnah - der Neubau des Kulturforums Illingen. Landschaftlich ist die Illipse reizvoll eingebettet in den Burgpark mit dem idyllischen Wasserlauf der Ill.
Der architektonisch außergewöhnliche Bau, der im Oktober 2001 eröffnet wurde, überzeugt durch seine elliptische Form. Klare Architektur und edle Materialien sind Markenzeichen, die einen Gang durch die Illipse zum ästhetischen Vergnügen werden lassen.
Durch das lichtdurchflutete, mit einem ovalen Oberlicht versehene Treppenhaus kommt der Besucher in das großzügige Foyer mit einladender Theke. Besucher loben das Flair des Saales, der sich für Musik- und Theaterveranstaltungen ebenso eignet, wie für Firmenfeiern und Kongresse, für alle, die das Besondere lieben.
Bis zu 500 Besucher finden hier Platz, weitere 100 Personen auf der Empore. Die Bühne mit 5 Zügen, Leinwand und ausfahrbaren Treppenstufen bietet beste Vorraussetzungen für Veranstaltungen aller Art. Für kleinere Gruppen, Seminare etc. empfiehlt sich der Blaue Salon im Obergeschoss als Tagungsraum.
Zu den Besonderheiten gehört die landesweit einmalige Lyrikwand mit Gedichten saarländischer Dichter auf transparenter Glasfläche.
Neugotische Bergkapelle zwischen Illingen und Steinertshaus
Sie hat ihren Platz hoch über Illingen, die Bergkapelle. Dieser neugotische Bau des Architekten Wilhelm Hektor steht seit 1901 auf einer Anhöhe zwischen Illingen und Steinertshaus. Sie trägt den Namen Zu den sieben Schmerzen Mariens und ist die vierte Kapelle, die dort steht. Zum ersten Mal erwähnt wurde der Name 1620, als die Herren von Kerpen noch in Illingen regierten. Die Ritter von Kerpen bauten die ersten drei Kapellen auf dem Berg. Leider erzählt nur noch ein Zeugnis aus dieser Zeit: Es handelt sich dabei um das Gnadenbild der Muttergottes, die so genannte Pietà im Mittelpunkt des Altarraums. Das besondere Verhältnis zur Muttergottes zeigen die vielen Motivtafeln seitlich des Haupteingangs. Pilger spendeten diese aus Dankbarkeit an die Muttergottes, die ihnen in der Not half und Trost spendete.
Auch heute ist die Kapelle noch Ziel vieler Pilgerfahrten. Erwähnenswert sind hierbei die Männerwallfahrt an Christi Himmelfahrt und die Zigeunerwallfahrt am ersten Oktobersonntag, an der Gläubige aus ganz Europa teilnehmen. Den Weg weisen bei solchen Pilgerfahrten die sieben Fußfälle. Das sind Sandsteinstelen, die den Leidensweg Christi zeigen.
Pfarrkirche St. Stephan
Schon von weitem ist sie sichtbar. Die katholische Pfarrkirche St. Stephan im Herzen von Illingen. Das ist kein Wunder, denn der für diese Region unübliche Zwiebelturm hat die beachtliche Höhe von 47 Metern.
893 wird die Kirche zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zwei römische Reliefs lassen jedoch vermuten, dass der Ursprung der Kirche weiter zurück liegt. Die heutige Form des Gebäudes besteht seit 1791.
Das Besondere an dieser einschiffigen Barockhalle ist die Verschmelzung verschiedener Epochen. Das älteste Kunstwerk ist ein altrömischer Grabstein an der Südostecke des Turms. Außerdem gibt es barocke Beichtstühle, gotische Spitzbogenfenster an der Süd- und Ostwand, einen Taufstein aus dem 19. Jahrhundert und zeitgenössisch gestaltete Glasfenster von Gyorgy Lehoczky. Auch die Ritter von Kerpen sind vertreten. In Form des Grabsteins von Heinrich von Kerpen (Epitaph), der aus dem Vorgängerbau übernommen wurde. Besonders beeindruckend sind der Hochaltar und die Empore mit der Orgelbühne.
Ihren Namen hat die Pfarrkirche ihrem Schutzpatron zu verdanken, dem ersten Glaubenszeugen, dem Heiligen Stephanus.
