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Illingen in den Medien

Wer mehr über die Großgemeinde Illingen mit seinen Ortsteilen wissen, etwas über die Heimatgeschichte erfahren oder historische Bilder ansehen möchte, kann sich über die folgenden Publikationen informieren.

Bezugsquelle:

Stabstelle für Projektsteuerung und nachhaltige Entwicklung
Hauptstr.84
Illingen

Telefon: 06825-409102
E-Mail: Gabi.Steuer@illingen.de


Wo Himmel und Erde sich berühren

Statio in Illingen-Wustweiler

Der Architekt Alexander Freiherr von Branca, München, Erbauer vieler bedeutender Kirchen und profaner Bauten von hohem Rang schuf im Alter von 82 Jahren als letztes seiner Werke eine Statio auf dem Privatgelände des saarländischen Unternehmers Edmund Meiser in Illingen-Wustweiler. Diese Statio, errichtet in strenger, moderner Bauform von spürbarer Harmonie, umkleidet von hellbraunem Sandstein und bekrönt von einem schmiedeeisernen, handvergoldeten Kreuz, dem Sinnbild des Glaubens an Rettung und Zukunft. Die Statio stellt sich als die geglückte Verbindung einer sakralen Raumwirklichkeit dar. Sie birgt eine große Anzahl Bilder religiöser Tafelmalerei aus den verschiedenen Epochen mittelalterlicher Malerei und wertvollen Ikonen aus der Spiritualität des östlichen Christentums. Dazu kommen ein feinsinnig gestalteter Altar des 18. Jahrhunderts mit Intarsientechnik aus Holz und eine Anzahl hochwertiger liturgischer Geräte. Alle diese Arbeiten wurden von Edmund Meiser und seiner Frau Ursula in vielen Jahren zusammengetragen.Die Statio hat sakralen Charakter. Sie ist mit einem modernen Alter, einer Stele mit vergoldetem Tabernakel und einem Kreuz mit Standleuchtern aus Silber nach einem Entwurf von Prof. Hermann Jünger, München, ausgestattet. So wird Gottesdienst von ästhetischer und religiöser Dichte möglich. Bild, Wort und Sakrament werden zur Einheit. Der Laacher Benediktiner Drutmar Cremer hat versucht, die Bilder der Statio zu erklären, um dem Besucher den verstehenden Zugang zu erleichtern. Die Fotos der Landschaft, der Architektur und der vielen bekannten Fotografen Bernd und Gabriele Steinicke geschaffen. Das Buch ist ein interessantes Dokument der Einheit zeitgenössischer Architektur, mittelalterlicher Kunst und religiöser Glaubensatmosphäre unserer Gegenwart.Es ist in der Statio und im Buchhandel erhältlich.ISBN 3-86534-013-x

Illingen - Ein Rundgang

Illingen - Ein Rundgang

Zahlreiche Bauwerke bezeugen die lange Geschichte Illingens: Die Pfarrkirche St. Stephan mit ihrem markanten Zwiebelturm, der für das Saarland selten ist und eher auf süddeutsche Vorbilder verweist, die Burg Kerpen, das alte Rathaus aus dem 19. Jahrhundert, das zu den schönsten Verwaltungsgebäuden im Saarland gehört, zählen ebenso zu den markanten Sehenswürdigkeiten wie die Bergkapelle zu den Sieben Schmerzen Mariens, das Ensemble rund um die Pfarrkirche mit der alten Gerberschule oder der Ortskern. Judengasse, Judenfriedhof, Lateingasse und Burgpark sind weitere geschichtsträchtige Stationen bei der Wanderung durch Illingen. Doch Illingen lebt auch von architektonischen Kontrasten und setzt neben Denkmalschutz stark auf moderne Akzente.

Neuauflage 2008


Herausgeber: Gemeinde Illingen in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Historisches Illingen
Preis: 11,50 Euro (ISBN 3-9804733-3-3)

Archivbilder Illingen (Bildband)

Armin und Esther König präsentieren ihren Bildband
Armin und Esther König präsentieren ihren Bildband

Wir hoffen, dass viele Illinger sich und ihre Angehörigen auf diesen Bildern wieder finden, ist der Wunsch von Armin und Esther König, die ihren gerade erschienenen Bildband vorstellten. In den Fotografien wird die Zeit von der Jahrhundertwende bis 1970 wieder lebendig. Armin König zeigte sich erfreut, dass nach einem Aufruf an die 30 Privatpersonen eigene Fotos zur Verfügung gestellt hatten. Ungeheure Kostbarkeiten schlummern immer noch in der Gemeinde. Lebendige Geschichte, die auch Werner Woll, der im Jahr 2000 verstorbene Bürgermeister a. D. im Gemeindearchiv gesammelt und beschriftet hat. König sieht es als eine Art Vermächtnis an, dieses Werk weiterzuführen.

Als der Berg von Fotos vorlag, begann die Qual der Wahl: unter welchen Gesichtspunkten soll ausgewählt und sortiert werden? Schließlich durften nur 160 Fotos übrig bleiben. Wie oft die Reihenfolge geändert wurde, weiß selbst Tochter Esther nicht mehr. Sie sorgte auch dafür, dass die Bildunterschriften und verbindenden Texte sich leicht und locker lesen. Für'n halben Groschen Herzschmerz oder Das Unglück kam nicht auf leisen Sohlen heißen einzelne Kapitel und so bleibt neben dem Wiedererkennungswert auch das Schmunzeln über längst vergangene Zeiten nicht zu kurz. Das Buch im handlichen Paperback ist im Sutton Verlag erschienen. Er gilt als einer der größten regionalgeschichtlichen Verlage, der auf diesem, typisch angelsächsischen Wege den Einstieg in die Geschichte erleichtern möchte. Wie Sebastian Thiem erläutert, stellt die Gemeinde lediglich die Kulisse dar, denn es gehe in erster Linie um die Personen, was auch den besonderen Reiz und die Lebendigkeit der Bücher ausmache.

Illingen - Ein historischer Bildband über die Marktgemeinde im Illtal von Armin und Esther König erschienen in der Reihe Archivbilder des Verlages Sutton 17,90 Euro erhältlich im Buchhandel und im Bürgerbüro.

Der Erlös wird einem wohltätigen Zweck zugeführt.

Die spätkeltisch - frührömischen Brandgräber von Wustweiler

Abb. Titel

Kurz vor einem neuen Jahrtausend wird diese Publikation vom Arbeitskreis Heimatkunde Wustweiler herausgegeben. Sie beschäftigt sich mit Menschen, die vor rund zweitausend Jahren in unserem Raum gelebt haben.

Es war gewiss ein Glücksfall, als man im Jahre 1993 auf die Grabfunde in Wustweiler stieß. Was nach den Funden geschah, kann mit Fug und Recht als behutsamer Umgang mit dem Gefundenen bezeichnet werden. Das Zusammenspiel der vor Ort Verantwortlichen, insbesondere des damaligen Ortsvorstehers Aloys Alt, des ehrenamtlichen Heimatforschers Leo Strauß sowie des Flugsportvereins Illtal e.V. unter seinem damaligen Vorsitzenden Gerhard Zewe mit den von Amts wegen "Zuständigen", den Fachleuten des Staatlichen Konservatoramtes war mehr als lobenswert.

Alle Beteiligten haben sich bleibende Verdienste erworben. Die vorliegende Schrift ist ein "Zwischenbericht". Noch ist die endgültige Auswertung der Funde nicht abgeschlossen. Immerhin kann der Zwischenbericht, der anlässlich des Wustweiler Dorffestes 1999 herausgegeben wird, eine Fülle gesicherter Informationen weitergeben, dies in allgemeinverständlicher Form.

Besonderer Dank ist den beiden Autoren Dr. Ralf Gleser und Johannes Schönwald (beide Staatliches Konservatoramt Saarbrücken) zu sagen. Darüber hinaus wird angefügt: Sie waren und sind angenehme Ansprechpartner.

Die vorliegende Schrift die das Wustweiler Heimatbuch aus dem Jahre 1992 fortschreibt, dient der Information der Menschen unserer Zeit. Möge sie auch den Menschen nach uns dienen!

Wustweiler, im Juni 1999 Rudi Marx
Heimat- und Kulturpfleger

Das Buch ist bei der Gemeinde Illingen zu einem Preis von 7,50 Euro zu erhalten.

Geschichte und Geschichten von Hüttigweiler

Abb. Titel

Das vorliegende Heimatbuch von Hüttigweiler ist in fünf Bereiche aufgeteilt:

  1. Die chronologische Geschichte
  2. Straßen und Ortsteile und ihr historischer Werdegang
  3. Flurnamen des Dorfbannes und ihre Deutung
  4. Brauchtum und Arbeitswelt der Vorfahren
  5. Von der Sprache unserer Heimat

Aus vielen Geschichten ist die Geschichte unseres Heimatortes entstanden, die natürlich nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Aus zahlreichen Quellen habe ich mein Wissen geschöpft, um es in sinnvoller Weise meinen Mitbewohnern von Hüttigweiler in Form dieses Heimatbuches zu vermitteln.

In einer zeitaufwendigen Forschungsarbeit habe ich versucht, dem Leser in einer volkstümlichen Sprache die Geschichte des Heimatdorfes zu vermitteln.

Ich kann nur wünschen und hoffen, dass dieses Buch vielen Lesern Freude und Unterhaltung bereiten wird.

Hüttigweiler im Jahre 2000
Martin Mark, Rektor i.R.

Das Buch ist bei der Gemeinde Illingen zu einem Preis von 9,00 Euro zu erhalten.

Hirzweiler in Bildern

Abb. Titel

Das vorliegende Werk in Text und Bild, von Herrn Ortsvorsteher Grob mit viel Fleiß und Können zusammengestellt, beweist, wie eng bei uns gemeindliches und kirchliches Leben, Brauchtum und Sinn für Geschichte verbunden sind. Der Bildband unter der Überschrift Menschen und ihr Dorf vermittelt auch die Erkenntnis, dass wir in unserer schnelllebigen Welt nicht auf die Erfahrungen der Vergangenheit verzichten sollen.

Aus Schrift und Bild werden Zusammenhänge bewusst. Geschichte eines Ortes wird nicht als bloße Aneinanderreihung mehr oder weniger interessanter Episoden betrachtet. Hier wird eine Bürgerschaft gezeigt und beschrieben, die sich ihrer Verpflichtung für das Gemeinwohl bewusst war und dieser Verantwortung auch gerecht wurde. Es zeigt uns zugleich, dass unsere Vorfahren in ihrem Leistungswillen und ihrer Tatkraft nie erlahmten und somit entscheidend die Voraussetzungen für das heutige Hirzweiler geprägt haben, auf das die Bürgerinnen und Bürger von Hirzweiler und der ganzen Gemeinde Illingen mit Recht stolz sind. Der Dank der Gemeinde, die es gerne übernommen hat, Herausgeber dieser wertvollen Dokumentation zu sein, gilt Herrn Helmut Grob und all den Hirzweilern, die Fotos, Bilder und auch Erinnerungen aus alter Zeit bereitgestellt haben, um dieses Werk möglich zu machen. Möge das Buch Hirzweiler in Bildern allseits eine freundliche Aufnahme haben.

Herausgeber: Gemeinde Illingen auf Empfehlung des Ortsrates Hirzweiler
Bearbeitet von Helmut Grob, Helmut Raber und Manfred Raber im Jahre 1984
Preis: 24,50 Euro

Welschbach zur Jahrtausendwende

Abb. Titel

Heimat ist überall dort, wo man Familie und Freunde hat, sich selbst in die Gemeinschaft einbringen und seine Interessen ausleben kann. Wo man sich wohl und geborgen fühlt, ist man zu Hause - in der Heimat!

Wir haben unsere Heimat in Welschbach gefunden. Wer seine Heimat liebt, sollte sich auch für deren Belange engagieren. Insbesondere diejenigen, die in kommunaler Verantwortung stehen, sind vordergründig und in besonderem Maße zu Aktivitäten gefordert. Für die Heimat gibt es Verpflichtungen, die nicht in Regularien festgehalten sind. Insbesondere ist Fürsorge gegenüber der dörflichen Kultur und deren Sicherung/Bewahrung notwendig. Das heißt z.B., es müssen Aufzeichnungen erarbeitet werden, die der Nachwelt - den Zukunftsgenerationen - als historische Kulturzeugnisse hinterlassen/überliefert werden. Der Heimat- und Kulturkreis (HuK), dem jeweils zwei Mitglieder der PBL- und CDU-Ortsratsfraktion angehören, hat zu Welschbachs Kultur/Historik mit dem Fotodokument Bildband ein besonderes Zeichen gesetzt. Welschbach in einem Jahresabriss in allen wichtigen Bereichen mit Fotos und kleinen Texten festzuhalten - dies aktuell und nachvollziehbar - ist eine wohlüberlegte örtliche Kultursache mit einem zukünftig hohen Stellenwert zur Historik unseres Heimatortes.

Der bereits 1994 in den Überlegungen stehende Wunsch nach einem aktuellen Bildband fand am 26. Januar 1996 einstimmig das Vertrauen des Ortsrates. Die nach der öffentlichen Einladung des Ortsvorstehers zustande gekommene Arbeitsgruppe Bildband formierte sich nach Satzungsgebung zum HuK Welschbach, der seit November 1998 als gemeinnützig durch das Finanzamt anerkannt ist. Nach Lage der Dinge erfolgte mit der Vereinsgründung auch die Herausgabe des Bildbandes in der alleinigen Regie des HuK.

Mit dem Bildband Welschbach zur Jahrtausendwende, dessen Gesamtherstellungskosten DM 27.500,- betragen, der erstmaligen Auflage eines aktuellen Fotobandes im Vierfarbendruck in der Gemeinde, den beschrittenen neuen Wegen der Finanzierung, dem Aufbau eines Kultursponsoring über Firmenbiographien, hat der HuK u.a. auch den Nachweis erbracht, dass mit intensivem Engagement zur Heimat Berge zu versetzen sind. Der HuK hat in der wichtigen und notwendigen Heimatkulturangelegenheit Sicherung aktueller Kultur für die Historik, eine beispielgebende Leistung für die Ortsgemeinschaft erbracht, die auch über die Gemeindegrenzen hinaus eine Besonderheit darstellt.

Die Arbeit des HuK für Welschbachs Kultur wird mit dem Bildband nicht beendet sein. Zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt lediglich eine Abrundung mit gleichzeitigem Höhepunkt einer vor 10 Jahren begonnenen Aufarbeitung und Weiterentwicklung dörflicher Kultur/Historik (unter anderem Heimatbuch, 450-Jahrfeier, Neujahrsempfänge, Partnerschaft mit Schwerborn). Meinerseits bleibt noch mit sehr moderaten Worten ein Novum in der Finanzierungsangelegenheit des Bildbandes zu erläutern: Erstmals wurde ein aus den Ortsteilen gewünschtes Kulturbuch nicht aus dem Gemeindehaushalt finanziert bzw. bezuschusst; so wie dies seit 1974 immer Faktum war. Weder die Rathausmehrheit, noch der Kultur- und Innenminister und die TOTO GmbH ließen sich von Zuschusswünschen für Welschbachs Kultur positiv inspirieren.

Letztlich aber alleine wichtig ist die erbrachte Leistung des HuK zur Bewahrung von derzeitigem aktuellen Kulturgut und Hinführung in die Historie unserer Heimat, was ohne die Mithilfe der Sponsoren und sonstiger Spender nicht machbar gewesen wäre. Diesbezüglich mein ganz herzliches Dankeschön an alle, die es ermöglichten, das Werk auf den Weg zu bringen.

Herausgeber: Heimat- und Kulturkreis Welschbach im Jahre 1999
Preis: 12,50 Euro

Wenn nur der Krieg bald zu Ende ist ...

Abb. Titel

In den letzten Jahren haben Historiker und Ethnologen verstärkt den Blick auf die Geschichte des so genannten kleinen Mannes gerichtet. Ein solcher steht auch im Mittelpunkt der vorliegenden Veröffentlichung Wenn nur der Krieg bald zu Ende ist.... Die Feldpostbriefe des Johann Theodor Schirra aus Illingen/Saar (1944-1945) nebst einer biographischen Skizze.

Der im Jahre 1900 geborene Grubenarbeiter Theodor Schirra aus der saarländischen Gemeinde Illingen wird im September 1944 zur Wehrmacht eingezogen, absolviert zunächst einen Lehrgang und wird dann nach Osten (Breslau, Posen) verlegt. Fernab der Heimat schreibt er, der vorher nie in seinem Leben Briefe geschrieben hat, eine Reihe von Feldpostbriefen an seine Frau und seine beiden Töchter. Die Briefe aus jener Zeit mit vorwiegend privatem Inhalt, die hiermit einer breiten, interessierten Öffentlichkeit vorlegt werden, spiegeln durch ihre große Authentizität die Lebenssituation kleiner Leute wieder. Durch die Beschreibungen Schirras, die sich besonders auf die alltäglichen Belange wie Verpflegung, Kleidung, Unterkunft und vor allem die Sorge um das Wohlergehen der Familie in der Heimat konzentrieren, ergibt sich für den Leser insbesondere ein nachvollziehbares Bild von den alltäglichen Sorgen der Soldaten um ihre Lieben zu Hause. Die beigefügte biographische Skizze beschreibt, soweit dies aufgrund der Materiallage möglich war, das Leben des Briefeschreibers und versucht, es in die Zusammenhänge der NS-Herrschaft einzuordnen. Durch die sensible Charakterisierung von Theodor Schirra wird verständlich, wie typisch sein Leben für diese Generation ist. Damit könnte das Buch zugleich, völlig un- abhängig von den darin erwähnten Personen, eine kritische Auseinandersetzung mit jener Zeit fördern.

Herausgeber: Hubert Kolling im Jahre 2001

Die Reichsherrschaft Illingen in der Zeit der Französischen Revolution

Abb. Titel

Die Herrschaft Illingen, die dem Kanton Niederrhein der Rheinischen Ritterschaft angehörte, wurde zu Anfang des 18. Jahrhunderts durch Unruhen und Rebellionen der Untertanen schwer erschüttert. Johann Ferdinand von Kerpen, der nach den schweren Zeiten des Dreißigjährigen Krieges und der Reunionskriege Ludwigs XIV. die Renovation der Kerpischen Güter energisch betrieb und absolutistische Praktiken durchzusetzen suchte, erreichte seine Ziele nur teilweise. Er musste Kompromisse schließen und dachte sogar zeitweilig daran, die Herrschaft Illingen zu verkaufen, ehe er einem frühen Tod entgegenging, für den er seine rebellischen Untertanen verantwortlich machte. Noch zur Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges, in dem Frankreich, England und der Kaiser um die europäischen Machtverhältnisse stritten, erhofften die meisten Kerpischen Untertanen eine Rückkehr der Franzosen, eine Restitution der französischen Saarprovinz, und erinnerten sich voller Hoffnung an die französischen Freiheiten, die sie damals genossen. Man sollte meinen, dass da auch 1789 die Funken übergesprungen wären!

Lothar Franz von Kerpen, der 1732 seinem Vater in der Regierung folgte, erwies sich als kluger und ausgeglichener Regent. Nicht nur, dass er schon 1734 mit dem Herzogtum Lothringen einen Vergleich über die strittige Souveränität in den Kerpischen Dörfern Iplingen und Ebringen schloss, er löste auch in der Herrschaft Illingen die noch strittigen Probleme und schloss mit den Untertanen einen Vergleich über die Nutzung der Waldungen. Er wechselte auch den Umgangsstil und entwickelte zu seinen Untertanen ein patriachalisches, großfamiliäres Verhältnis: Sie konnten sich stets an ihn persönlich wenden und seines Verständnisses und seiner Huld sicher sein. Dies erfuhr fast jeder Untertan, indem Lothar Franz bei zahlreichen Abgaben den Untertanen Ermäßigungen zugestand, die er stets, obwohl er seit 1748 als Ritterhauptmann und kurtrierischer Beamter in Koblenz residierte, selbst nach persönlicher Überprüfung verfügte. Er kannte alle seine Untertanen persönlich und war über ihre Lebensverhältnisse informiert.

Lothar Franz von Kerpen erlebte den Ausbruch der Französischen Revolution nicht mehr, er starb am 28. Dezember 1788 im Alter von 83 Jahren. Sein Sohn und Erbe Franz Georg suchte den Stil seines Vaters fortzusetzen, war aber ängstlicher, unentschiedener und besaß schon nicht mehr den gewachsenen Kontakt zur Bevölkerung, obwohl er Illingen infolge mehrerer Besuche kannte und sogar gelegentlich davon sprach, seinen Wohnsitz wieder nach Illingen zu verlegen. Die Bevölkerung in Illingen erlebte die Kerpische Herrschaft daher vorwiegend in der Ausübung von Justiz und Verwaltung durch den Kerpischen Amtmann Adam Glahn, einen verständnis- und kompromissbereiten Beamten. Während rundum das ancien regime in Trümmer ging, erwartete Franz Georg von Kerpen, dass die Kerpischen Untertanen ihre Herrschaft liebten, da sie ja soviel besser behandelt wurden als andere! Diese Erwartung schien sich zunächst sogar zu bestätigen, bis dann doch die großen Ereignisse und hausgemachte Fehler das System auch in Illingen in Bedrängnis brachten; die Gewalteinwirkung von außen setzte ihm dann ein wenn auch verzögertes Ende.

Herausgeber: Gemeinde Illingen in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Neunkirchen
Autor: Robert Kirsch
Preis: 8,00 Euro

Rückblicke in die Hüttigweiler Vergangenheit

Abb. Titel

Nach meinem Buch Geschichte und Geschichten von Hüttigweiler habe ich weiter geforscht und neue Erkenntnisse über Hüttigweiler gewonnen, die ich aus zahlreichen Archiven und alten Akten gefunden habe.

Diese Erkenntnisse sind natürlich in diesem Buch verwertet worden. Es ist ein Heimatbuch, das gewissermaßen die Fortsetzung des oben genannten Buches ist.

Ich möchte die gefundenen Ergebnisse dem Leser hiermit bieten, um die historischen Bilder unserer Heimat zu erhellen.

Vom Rheinischen Landesmuseum in Trier habe ich die Erlaubnis erhalten, die vielen Bilder und Skizzen über die Hüttigweiler Funde zu veröffentlichen. Sie werden dazu beitragen, das Buch interessant und lehrreich zu gestalten.

Möge dieses Buch dem Leser als Quelle der Wissensvermittlung und der Freude dienen; das wünsche ich von ganzem Herzen.

Hüttigweiler, im Jahre 2001
Martin Mark, Rektor i.R.

Das Buch ist bei der Gemeinde Illingen zu einem Preis von 12,50 Euro zu erhalten.

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